Ungarnfahrt

Die Ungarnfahrt war eine tolle Sache. Hier ein Bericht aus der Sicht eines Mitgereisten:

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Bericht über Ungarnfahrt vom 02. August – 10. August 2012

Am 02.08.12 ging es um 6:05 Uhr am Bahnhof in Elsenfeld los. Ziel war der etwa 1000 km entfernte  Bahnhof von Budapest. Mit dem ICE ging es über Nürnberg und Passau nach Linz, wo wir Gäste der ÖBB wurden. Als wir nach einer zwölfstündigen Fahrt gegen 17 Uhr am Budapest-Keleti ankamen waren alle erschlagen von der Hitze. Wir wurden von mehreren Familien freundlich am Bahnhof empfangen. Nach kurzer Begrüßung wurden wir für die Fahrt nach Aszód aufgeteilt. Als wir um kurz vor 6 Uhr am Gemeindehaus in Aszód ankamen, war bereits eine große Tafel aufgebaut und gedeckt. Zudem kam uns der Geruch von einem Holzkohlefeuer entgegen, sodass wir wussten: Es wird gegrillt! Es gab viele verschiedene ungarische sowie auch deutsche Sachen zu essen. Nach dem Essen unterhielten wir uns mit Händen,  Füßen und Englisch mit den ungarischen Jugendlichen. Als letzter Programmpunkt stand die Aufteilung in die Gastfamilien auf dem Plan.  Zu späterer Stunde fuhren wir gemeinsam mit unseren Gasteltern nach Hause, wo sich die meisten Schlafen legten.

Am nächsten Morgen trafen wir uns früh in Aszód, um unseren ersten Ausflug nach Eger früh zu starten. Nach 1,5 Stündigen Fahrt und einer kleinen Panne kamen wir in Eger an. Wir begaben uns auf die Burg von Eger, auf der wir eine Führung gebucht hatten. Wir erfuhren viel über die Burg, deren Bewohner und Kriege, die die Burg überstanden hat. Gegen Mittag liefen wir in die Stadt, wo wir uns dann in Gruppen von 4 Leuten aufteilten und etwas zu Mittag aßen. Zudem mussten viele noch ihr mitgebrachtes Taschengeld von Euro in Forint wechseln. Nachdem wir zu Mittag gegessen hatten, trafen wir uns erneut um ins Thermalbad von Eger zu gehen. Dort hatten wir zusammen mit den ungarischen Jugendlichen eine Menge Spaß. Nach 3 Stunden fuhren wir wieder zurück nach Aszód, um dort von unseren Gasteltern abgeholt zu werden.

Am Samstag, 03.08.12 stand die Hauptstadt Budapest auf dem Programm. Um 8 Uhr trafen wir uns in Aszód, um nach Budapest zu fahren. Als erstes Stand die Besichtigung des Parlaments auf dem Programm. Ein netter ungarischer Führer erklärte und erzählte uns allerhand über das Parlament. Nach einer Stunde Führung machten wir uns auf den Weg Richtung Fischerbastei, die auf der anderen Seite von Budapest liegt. Wir liefen über die bekannte Kettenbrücke von Budapest, auf der ein Umzug mit heiterer Musik und vielen Tänzern stattfand. Auf der anderen Seite angekommen entschlossen wir uns, den Berg bei 36 Grad nicht hoch zu laufen, sondern den entspannten Weg  mit der Zahnradbahn zu nehmen. Oben angekommen standen wir auf einem großen Platz, an dem Soldaten für Recht und Ordnung sorgten. An der Fischerbastei angekommen, besichtigen wir diese und die Kirche. Als nächstes stand bei dieser Hitze ein unterirdisches Labyrinth auf dem Plan, worüber wir uns alle sehr freuten. Das unterirdische Labyrinth war mit verschiedenen bekannten Menschen aus der früheren Zeit ausgerüstet. So sahen wir z.B. ein nachgestelltes Grab des Grafen von Drakula. Als wir wieder in der Hitze angekommen waren, war es Zeit für Shopping. Wir liefen direkt auf die Shoppingmeile von Budapest. Wir machten noch einen kurzen Halt an der Bastille von Budapest. Leider konnte nur ein Teil der Gruppe die Bastille von innen besichtigen, weil die meisten sehr kurze Sachen trugen und bei betreten der Bastille die Schulter und die Knie bedeckt sein mussten. Die, die draußen bleiben mussten vertrieben sich die Zeit mit einer Abkühlung. Während der dreistündigen Freizeit in Budapest aßen wir zu Mittag, besuchten ein Shoppingcenter und genossen die Sonne. Als letztes fuhren wir mit der U-Bahn an das Schloss von Budapest, das wir auch noch kurz besichtigten. Nun ging es zurück nach Aszód und in die Gastfamilien.

Am Sonntag stand bei 35 Grad der Gottesdienst auf dem Programm. Der Gottesdienst wurde vom ungarischen Pfarrer und von unserem Pfarrer Stefen Meyer gehalten. Die Predigt wurde auf Deutsch gehalten. Nach dem Gottesdienst ging jeder wieder zum Mittagsessen in seine Gastfamilie zurück. Am Nachmittag hatte jeder die freie Entscheidung, ob man mit der Gruppe zum Paintball spielen gehen möchte oder etwas mit der Gastfamilie unternehmen möchte. Am Abend stand ein Orgelkonzert von Richárd aus Tura an. Er spielte unteranderem Stücke von Bach und vielen weiteren Komponisten.

Am Montag, 06.08.12 war es an der Zeit Koffer zu packen, denn es ging an den Plattensee (Balaton). Nach einer sehr lustigen Busfahrt kamen wir in unserem Gästehaus an. Sofort gab es Mittagessen und anschließend teilten wir die Zimmer auf. Am frühen Nachmittag machten wir uns auf den Weg an den Strand von Révfülöp. Dort verbrachten wir bis zum Abendessen den ganzen Tag und hatten dabei viel Spaß. Nach dem Abendessen hatten Marlen und Fabian einen Spieleabend organisiert, sodass wir großen Spaß zusammen mit den ungarischen Jugendlichen hatten.  Nach diesem Spieleabend saßen die ganzen Jugendlichen noch bis spät in die Nacht zusammen.

Am nächsten Tag fuhren wir nach dem Frühstück in die 50 Minuten entfernte Stadt Kesztehely. Dort besichtigen wir die Burg und die Stadt. Danach stand für den Rest des Tages entspannen am Strand auf dem Programm. Das Mittag- sowie das Abendessen fanden am Strand statt. Zu später Stunde kamen wir wieder an unserem Gästehaus an. Danach saßen die Jugendlichen wie am Abend zuvor wieder zusammen.

Der Mittwoch sollte ein ganz entspannter Tag werden. Deswegen entschieden wir uns für einen ganzen Tag am Strand von Révfülöp. Wir gingen bei bewölktem Wetter an den Strand und hatten trotz des „schlechten“ Wetters viel Spaß. Nach dem Mittagessen kehrten wir mit dem Sonnenschein im Gepäck wieder zurück an den Strand. Von dieser Minute an waren fast alle im Wasser. Wir spielten viele Spiele und hatten viel Freude. Am Abend hatten wir eine kleine Andacht und danach saßen wir wie jeden Abend zusammen und wir hatten viel Spaß. Dann durften wir in Begleitung von drei Betreuern in die Stadt gehen. Wir aßen Pommes und hatten Spaß. Danach mussten wir nach Hause, um unseren Koffer zu packen, denn am nächsten Tag mussten wir zurück nach Aszód.

Am Donnerstag mussten wir wie immer um 8:30 Uhr beim Frühstück sein. Es blieb leider keine  Zeit mehr um den Strand von Révfülöp erneut zu besuchen.  Gegen 10:30 Uhr stiegen wir in den Bus der uns wieder zurück nach Aszód bringen sollte. Wir machten noch einen kurzen Halt in zwei kleinen Städten, in denen wir Zeit hatten den traumhaften Blick über den Balaton zu genießen. Jeder wollte noch ein Souvenir  kaufen, sodass wir mit vielen verschieden ungarischen Spezialitäten an den Busparkplatz zurückkehrten. Nachdem wir ca. eine halbe Stunde im Stau standen kamen wir in Aszód an. Es blieb bis zum gemeinsamen Abschiedsessen noch eine Stunde Zeit, sodass sich viele nochmal auf den Weg in ihre Gastfamilien machten. Um 18 Uhr gab es dann leckere ungarische Spezialitäten zu essen und die Laune aller Jugendlichen war super. Doch dann kam eine schlechte Nachricht: Die Autobahn, die nach Budapest führte würde am nächsten Morgen zum größten Teil gesperrt werden, sodass nun alle nachdachten wie wir dem Berufsverkehr am Morgen entkommen konnten. Am Ende kamen die ungarischen Gasteltern auf die Idee, um 6 Uhr in Richtung Budapest zu starten, da wir somit vor dem Berufsverkehr den Bahnhof erreichen würden. Also ging es nach der Abschlussandacht für alle früh ins Bett.

Am Freitagmorgen um 6 Uhr trafen wir uns wie am Abend zuvor besprochen am Marktplatz von Aszód. Alle waren noch ziemlich müde, aber die zwölfstündige Zugfahrt bot genug Zeit um sich auszuruhen oder zu schlafen. Um 6:30 Uhr fuhren wir Richtung Budapest und kamen gegen 7:15 Uhr am Budapest Keleti an. Wir verabschiedeten uns von den Gasteltern, die uns zum Bahnhof begleiteten und schlossen unsere Koffer ein. Wir hatten noch kurz Zeit uns einen Kaffee bei McDonald´s zu holen, aber dann war es auch schon 9 Uhr und unser Zug kam an. Nach kurzer Zeit schliefen die meisten und nur noch ein paar Jugendliche waren wach. Nachdem wir in Linz umgestiegen waren konnten wir uns nun bis Würzburg entspannen. In Würzburg angekommen hatte der ICE aus München Verspätung, sodass der Plan geändert werden musste. Im ICE standen wir, wie die Sardinien gequetscht, mit unserem Gepäck im Gang und organisierten die Heimfahrt vom Aschaffenburger Hauptbahnhof. Als wir dort ankamen wurden wir von den Eltern empfangen.

Eine schöne, spaßige und kulturelle Woche in Ungarn ging zu Ende. An diese Fahrt werden wir uns bestimmt immer mit einem Lächeln erinnern und wir freuen uns schon, wenn wir im nächsten Jahr die ungarischen Jugendlichen bei uns in Obernburg begrüßen dürfen.

Leon Hartung

 

Bilder wurden natürlich auch sehr viele geschossen: